Erinnerst du dich an all die Mathe-Karteikarten, mit denen deine Eltern dich in der Grundschule gequält haben? Jemand zog eine Karte hervor, auf der auf der einen Seite eine einfache Rechenaufgabe stand, und du musstest herausfinden, was auf der anderen Seite stand. Du musstest so schnell wie möglich antworten und wusstest nie, was als Nächstes kommen würde. Deine Eltern haben dich immer und immer wieder gequält, bis du die Aufgabe auf der anderen Seite auswendig konntest. Nun, das war eine effektive Methode, um Mathe zu lernen. Ob du es glaubst oder nicht, das ist auch eine sehr effektive Methode, um sich auf die PMP-Prüfung vorzubereiten.® Zertifizierungsprüfung.
Die Übung funktioniert nach wie vor. Erwachsene können ebenso wie Kinder von dieser Methode lernen. Tatsächlich siehe PMBOK Guide® Karteikarten sind fast überall erhältlich. Doch bevor Sie $29,99 oder mehr für fremde Karten ausgeben, warum erstellen Sie nicht Ihre eigenen – zum Preis eines Kartenspiels im Format 3" x 5"?
Kauf dir ein Kartenspiel und zähle 47 Karten heraus. Diese Zahl dürfte dir bekannt vorkommen – es ist die Anzahl der Prozesse in der 5. Klasse.th Ausgabe des PMBOK-Leitfadens®.Schreiben Sie auf die Vorderseite jeder Karte den Namen des Prozesses. Drehen Sie die Karte um und notieren Sie auf der Rückseite das Wissensgebiet, die Prozessgruppe und eine kurze Definition des Prozesses. Ich nenne das den “Kurztext”. Die formale Definition des Prozesses finden Sie im ersten Satz nach der Prozesseinführung. Diese kann jedoch recht ausführlich sein. Fassen Sie den Kurztext daher gerne so zusammen, dass er für Sie verständlich und einprägsam ist. Schließlich sind dies Ihre Lernkarten.
Mischen Sie die Karten wie ein Kartenspiel und gehen Sie sie nacheinander durch. Sie sollten jeden Prozess so gut kennen, dass Sie die Rückseite der Karte auswendig aufsagen können. Es spielt keine Rolle, welche Seite Sie gerade betrachten. Sie müssen alle Prozesse in- und auswendig kennen. Wenn Sie sich besonders sicher fühlen, ergänzen Sie die Kurzbeschreibungen um die wichtigsten Inputs, Werkzeuge, Techniken und Outputs. Dadurch wird der Prozess komplexer und Sie können ihn besser verstehen und sich einprägen.
Das ist eine super Methode für kurze Lerneinheiten. Nimm die Karten überallhin mit. Die 47 Karten passen problemlos in jede Tasche. Zieh sie raus, wenn du ein paar Minuten Zeit hast. Teste dich selbst! Nutze die Wartezeit, während du auf den Kaffee wartest, an der Ampel stehst oder vor dem Briefkasten des Nachbarn wartest, bis dein Hund sein Geschäft erledigt hat. Die Karten sind jederzeit und überall einsetzbar. Oder noch besser: Nutze sie, um dich an deinen Kindern zu rächen, indem du sie die Karten für dich halten lässt. Aber Vorsicht: Kinder können sehr genau darauf achten, dass du jedes Wort auf der Rückseite wortwörtlich wiederholst.
Selbst erstellte Karteikarten haben den Vorteil, dass man gezwungen ist, im Buch nach den gesuchten Informationen zu suchen. Das ist immer hilfreich. Wer weiß, vielleicht lernt man dabei sogar etwas ganz nebenbei. Studierende, die mit Karteikarten gearbeitet haben, berichten, dass sie sich bei der Prüfung sicherer fühlten – und das ist immer von Vorteil. Erstellen Sie also unbedingt Karteikarten und nutzen Sie sie täglich, um sich mit den Abläufen vertraut zu machen. Die Mühe lohnt sich.
Ihre Kommentare und Fragen zu diesem Artikel sowie Anregungen für zukünftige Artikel sind herzlich willkommen. Sie können mich gerne per E-Mail kontaktieren unter bzimmerman@keyperformance.com.
Über die Autorin: Barbara J. Zimmerman ist seit über 30 Jahren in der Informationstechnologiebranche tätig und verfügt über Erfahrung im Projektmanagement und in Schulungen in verschiedenen Bereichen. Sie ist vom PMI als Project Management Professional (PMP) zertifiziert.®), Terminplanungsfachmann (PMI-SP®), und Risk Management Professional (PMI-RMP)®Frau Zimmerman entwickelt und leitet Projektmanagementkurse für Key Performance LLC. Eine ausführlichere Biografie finden Sie unter [Link einfügen]. www.keyperformance.com.
